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Bahn-Weltmeisterschaft Radsport in Montichiari/ITA

Unser im Vergleich mit den anderen Nationen sehr kleines Team mit Wolfgang Eibeck, Manfred Gattringer und Andreas Zirkl ist sicher nicht mit den ganz großen (Medaillen-) Erwartungen zur Bahn-WM gefahren. Die Sportler haben sich gute Platzierungen unter den TOP 10 erhofft, was leider nicht immer gelungen ist.

Nach Analyse aller Ergebnisse zeigen sich ein ausgezeichneter Kampfgeist und gute Leistungen in ihren Möglichkeiten, die mit etwas Glück um einige Plätze besser klassiert sein könnten als ihre Ergebnisse zeigen.

Faktum ist, dass viele der Medaillengewinner Profis sind und beste Bahn-Trainingsbedingungen vorfinden wie zum Beispiel die Engländer, Chinesen und Australier.

Die größten Chancen rechnete man sich in den Verfolgungsrennen aus, was auch die Ergebnisse zeigten. 
Für Andy Zirkl war es die erste Bahn-WM mit den Plätzen 7 in der Verfolgung und 8 im Zeitfahren. Er könnte schon in naher Zukunft an die früheren Bahn-Leistungen Hohlrieders anschließen. Seine Platzierungen haben ihm und der Nation 44 Weltranglistenpunkte gebracht, was umgerechnet 3 Siegen in P1 Rennen entspricht.

Manfred Gattringer (Bild rechts) brachte eine solide Leistung mit seinem 10. Platz in der Verfolgung 110310-RAD_Bahn-WMGattringer-Mund einem 11. Platz im Zeitfahren. Er meinte in der Verfolgung mit neuem etwas breiteren Reifenmaterial zur falschen Übersetzung gegriffen zu haben, was ihm vielleicht 4 Sekunden oder 2 Platzierungen weiter vorne gekostet hätte. Der Punktezuwachs für die Weltrangliste beträgt 12 Punkte. 

Wolfgang Eibeck ist die Verfolgung leider zu langsam angegangen und belegte den 11. Platz, welcher bei einer WM leider nicht mit Punkten belohnt wird. Er beging einen taktischen Fehler, der sich dadurch rächte, dass ihn sein irischer Gegner in der 5. oder 6. Runde überholte und dann wesentlich langsamer wurde als Eibeck (der im Laufe des Rennens immer schneller wurde) hätte fahren können. Laut Reglement muss er den überholenden Fahrer ziehen lassen. Im Zeitfahren belegte er den 18. Platz.

Bei den Bahnrennen hat in der Klasse C5 bereits die Spezialisierung auf die einzelnen Bewerbe eingesetzt und Medaillengewinner in der Verfolgung landen im Zeitfahren oft im geschlagenen Feld.
Die Entsendung der Sportler zur WM war gerechtfertigt auch wenn dieses Mal nicht alle die erhofften Ergebnisse geliefert haben. Neben der jährlichen WM gibt es im Bahnradsport praktisch keine hochklassigen internationalen Wettkämpfe, wo unsere Fahrer ihre Leistungen mit denen anderer vergleichen können. Will man zukünftig mit den anderen Nationen mithalten können, ist eine Spezialisierung und ein intensiveres Training auf der Bahn notwendig - was unter den Bedingungen im Dusika Stadion nicht immer leicht ist.

Die administrativen Belange wurden trotz italienischer Organisation von Team Managerin Mirella Somma mit Bravour gelöst, die medizinischen Wünsche des Teams von Sportmasseurin Silke Tummer-Napetschnig erfüllt und die technische Feinabstimmung von Mechaniker Helmut Paul vollzogen.

15.03.2011 21:33

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